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Noch einmal von vorn anfangen

Alexander Hetzel • Dienstag, 29. September 2009

Noch einmal von vorn anfangen… wäre das nicht schön? Haben Sie auch schon lange nichts mehr für Ihr Zeitmanagement getan, einfach so in den Tag hineingelegt und gehofft, dass es schon irgendwie wird? Einerseits ist da diese unglaubliche Unlust, wieder Struktur in sein Leben zu bringen. Andererseits zwickt es auch ganz schön in der Magengegend, weil man genau weiß, dass es gerade alles andere als optimal läuft. Oder zumindest besser laufen könnte. Lassen Sie uns heute gemeinsam den roten Faden wiederfinden. Zu diesem Zweck fangen wir noch einmal ganz von vorne an, und zwar mit einem zeitlichen Kassensturz.

Einen Neuanfang wagen

Es ist vollkommen egal, welches Zeitmanagementsystem Sie verwenden. Oder ob man dabei überhaupt von einem System sprechen kann. Das, was Sie heute lernen, funktioniert mit jedem System und sollte immer als erstes angewendet werden, wenn man eine Zeit lang mit seiner Zeit geschludert hat. Doch wie sieht so ein Kassensturz im Zeitmanagement aus?

Im Leben werden wir ständig mit neuen Aufgaben konfrontiert. Während Termine eine zeitliche Bindung haben, trifft dies auf die meisten Aufgaben (leider) nicht zu. Das heißt, wir nehmen sie auch oft nicht so ernst. Dieses Verhalten mündet dann darin, dass wir diese irgendwann nicht einmal mehr aufschreiben und dann verständlicherweise auch viele davon nicht erledigen. Wie schon oft gesagt, das Gehirn ist kein Erinnerungsspeicher. Ein Kassensturz mit Ihren Aufgaben bedeutet, einen Strich darunter zu machen, so dass Sie wieder von vorn anfangen können. Wie das geht, erkläre ich Ihnen nun.

Das schlechte Gewissen auseinandernehmen

Schreien Sie nun nicht auf oder jubeln Sie — es wäre sicherlich nicht sinnvoll, erst “von nun an” alles aufzuschreiben und alle bisherigen Aufgaben in den geistigen Papierkorb zu entsenden. Diese Aufgaben hatten ja einen Grund und der kann sehr wichtig sein — auch wenn Sie glauben, die Aufgabe schon wieder vergessen zu haben. Anstatt bei 0 anzufangen, machen wir nun viel mehr eine Liste aller Aufgaben, die Sie noch erledigen müssen.

“Och nee, was soll das denn?”, mögen Sie sich nun fragen. Natürlich können Sie sich vor Ihren Aufgaben nicht drücken. Indem Sie allerdings alle aufschreiben und damit sozusagen aus Ihrem schlechten Gewissen herausholen, macht sich schon eine erste Zufriedenheit breit. Außerdem verschwindet dieses Zwicken aus dem Magen. Glauben Sie mir, wenn Sie erst einmal alle Aufgaben notiert und wirklich alles aus sich herausgeholt haben, wird es Ihnen schon besser gehen, obwohl Sie bisher noch keine dieser Aufgaben erledigt haben. Sie stellen sich Ihren Aufgaben und wissen nämlich nun, woran Sie sind — und das ist in den meisten Fällen besser, als Sie sich zuvor ausgemalt hatten.

Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt

Nun gut, an einige Aufgaben werden Sie sich mit etwas Anstrengung vermutlich noch erinnern. Schreiben Sie diese zuerst auf, am besten auf ein großes Blatt Papier. Nehmen Sie sich wirklich Zeit dafür; eine oder gar mehrere Stunden dafür zu veranschlagen ist weder zu hoch gegriffen noch eine zeitliche Fehlinvestition. Bedenken Sie, dass dieser Schritt sehr wichtig für Sie und Ihren beruflichen bzw. persönlichen Erfolg ist. Nachdem Sie wirklich die letzten Winkel Ihres Gehirns abgegrast haben, gegebenfalls lose Zettel mit Aufgaben zusammengesammelt und abgeschrieben haben, geht es nun darum, ein wenig gezielter in Ihrem Kopf zu suchen.

Wie bei einer Suchmaschine können Sie Ihren Kopf gezielt mit Stichworten ansprechen und kommen dadurch auf “Suchergebnisse”, die Sie vorher vermutlich gar nicht gefunden haben. Stichworte können alles sein, von den Namen Ihrer einzelnen Hobbys über Ihren Haushalt bis hin zu den Namen Ihrer einzelnen beruflichen Projekte. Falls Ihnen die Themen ausgehen sollten, habe ich hier eine kleine Liste mit Keywords zusammengestellt, die Ihnen helfen können. Gehen Sie diese einfach Schritt für Schritt durch und lassen Sie jedes davon mindestens 30-60 Sekunden auf sich wirken. Wandern Sie erst dann zum nächsten Punkt und haken Sie (gedanklich) einen nach dem anderen ab.

Kopf-Keywords, mit denen Sie nach Aufgaben suchen

  1. Haushalt
  2. Küche
  3. Wohnzimmer
  4. Badezimmer
  5. Schlafzimmer
  6. Keller
  7. Büro
  8. Andere Zimmer
  9. Garten
  10. Garage
  11. Dachboden
  12. Einkauf
  13. Supermarkt
  14. Wochenmarkt
  15. Drogerie
  16. Erledigungen
  17. Auto
  18. Motorrad
  19. Fahrrad
  20. Sport
  21. Hobbys
  22. Bücher kaufen / lesen
  23. Familie
  24. Freunde
  25. Geburtstage
  26. Hochzeiten
  27. Versprechen einlösen
  28. Arzttermine ausmachen
  29. Andere private Termine ausmachen
  30. Urlaub
  31. Andere private Events
  32. Steuern
  33. Schule
  34. Studium
  35. Firma
  36. Nicht abgeschlossene Projekte
  37. Neue Projekte
  38. Einzelne Kunden
  39. Telefonate
  40. E-Mails
  41. Fax
  42. Memos
  43. Meetings vorbereiten
  44. Präsentationen erstellen
  45. Delegieren
  46. Rechnungen schreiben / bezahlen
  47. Bankgeschäfte
  48. Wiedervorlage
  49. Aktenvermerke
  50. Berichte schreiben
  51. Marketing
  52. Rechtliche Angelegenheiten
  53. Versicherungen
  54. Ordnung schaffen
  55. Computer
  56. Internet
  57. Backups
  58. Büromaterial
  59. Blog-Artikel lesen / schreiben
  60. Lernen / Weiterbildung

Der Aufgaben-Nebel hat sich gelichtet

Nachdem Sie nun auch all das aufgeschrieben haben, was Sie in den hintersten Winkeln Ihres Gehirns versteckt hatten, sind Sie fertig mit Ihrem ganz persönlichen Kassensturz. Sie haben nun eine Übersicht von allen Dingen, die Sie noch erledigen müssen. Streichen Sie alle, die sich erledigt haben oder die Ihnen ganz einfach nicht wichtig sind. Alle anderen pflechten Sie nun in Ihr Zeitmanagementsystem ein oder erstellen aus Ihnen einfach eine To-Do-Liste. Sie können heute noch einmal ganz von vorn anfangen — nutzen Sie diese Chance! Viel Erfolg!

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Wer hat's erfunden?

Alex

Hallo lieber Besucher, mein Name ist Alexander Hetzel und ich bin der Betreiber dieser Internetpräsenz. Ich beschäftige mich seit 2004 intensiv mit dem Thema Zeitmanagement und habe im Jahre 2008 begonnen, mein eigenes System zu entwickeln. Herausgekommen ist Trusting Time. In Einzelseminaren bringe ich Ihnen dieses System gerne bei! Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre meiner Artikel.
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